20.05.2009

Methode und Technik



Eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist häufig vermeidbar

Ein neues organerhaltendes Behandlungsverfahren bei dysfunktionalen uterinen Blutungen und Menorrhagien

Von Dr. med. Daniel Kruschinski, EndoGyn® (Endoscopic Gynecology centers) 

Für Frauen, die an heftigen Monatsblutungen leiden, gibt es jetzt eine neue, als MEA (Mikrowellen Endometriumablation) bezeichnete Behandlungsmöglichkeit. Beim MEA-Verfahren handelt es sich um ein Gerät zur Verödung der Gebärmutterschleimhaut durch Hitze. Dieses Verfahren der dritten Generation kann bei Frauen eingesetzt werden zur Behandlung von Mennorhagie (heftige Monatsblutungen) bei abgeschlossener Familienplanung. MEA ist ein klinisch erprobtes Verfahren zum Einsatz durch den Arzt. Studien haben ergeben, dass MEA in 96% der Anwendungsfälle zu einer deutlichen Verringerung der Blutungen führt und in 61% der Anwendungsfälle die Blutungen vollständig zum Erliegen kommen. Die Abwesenheit von Blutungen bedeutet in diesem Fall aber nicht, dass die Patientin ins Klimakterium eintritt, denn der Hormonhaushalt wird nicht beeinflusst.

MEA kann unter kurzer Vollnarkose durchgeführt werden, die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt dreieinhalb Minuten. Patientinnen, bei denen der Eingriff unter Lokalanästhesie durchgeführt wurde, berichten nach der Operation kurzzeitig von leichten Krämpfen. Mit MEA behandelte Patientinnen können unter Umständen auch eine Verringerung bis hin zum Ausbleiben von Menstruationsschmerzen an sich feststellen. Nachoperative Schmerzen lassen sich mit einer entsprechenden Medikation behandeln. Nach einer kurzen Beobachtungsphase können die Patientinnen die Klinik noch am selben Tag verlassen und nach ca. 2 Tagen ihrer normalen Beschäftigung nachgehen. Schwache Krämpfe können bis zu 48 Stunden nach der Operation auftreten. Auch ist eine vaginale Sekretion während ca. 4 Wochen nach der Operation möglich.

Das MEA-Verfahren setzt hochfrequente Mikrowellenenergie zur kontrollierten und schnellen Erhitzung des Endometriums ein, wodurch das Gewebe bis auf die Basalis verödet und ein Nachwachsen verhindert wird. Der MEA-Applikator wird behutsam über die Cervix in den Uterus bis zum Fundus eingeführt. Sodann wird Mikrowellenenergie verabreicht, wobei der Applikator unter leichten seitlichen Bewegungen zurückgezogen wird. Dabei wird das Endometrium verödet. Bei MEA werden weder Flüssigkeiten oder Ballons in den Uterus eingeführt noch wird Druck oder Unterdruck ausgeübt. Die natürliche Form der Gebärmutter wird nicht verändert. Die Behandlung kann sogar bei Vorhandensein von Myomen durchgeführt werden, vorausgesetzt, der Applikator kann im Uterus platziert werden.

Bei MEA navigiert der Arzt den Applikator anhand einer Temperaturkurve, die ihm Rückmeldung gibt und anhand der er die Behandlung steuern kann.

  • Ein Sensor an der Spitze des Appliaktors misst die Temperatur an der Oberfläche des Endometriums.


  • Im Gegensatz zu Behandlungsmethoden der zweiten Generation erlaubt die Wiedergabe der Temepraturmesswerte auf dem Bildschirm des Mikrowellengenerators dem Arzt, den Fortschritt und die Wirksamkeit der Hitzebehandlung zu beurteilen.






    • MEA bietet eine auf alle Patientinnen anpassbare Behandlungsform. MEA ist derzeit am Markt das einzig verfügbare thermische Ablationsverfahren, das dem Arzt die Möglichkeit eröffnet, den gesamten Uterus unabhängig von dessen Formgebung zu behandeln. Dies gilt für Uteruslängen zwischen 6 und 14 cm mit Fibromen von kleiner gleich 3 cm und Polypen. .



    <table cellpadding="1" cellspacing="1" border="0"> <tbody> <tr> <td>
    </td> <td>
    </td> <td>
    </td> <td>
    </td></tr> <tr align="middle" valign="top"> <td>Microsulis applikator behandelt die Ecken der Gebärmutter</td> <td>dann den Fundu (Dach) der Gebärmutter</td> <td>die Wände der Gebärmutter</td> <td>und am Ende ist die gesamte Schleimhaut der Gebärmutterhöhle zerstört</td></tr></tbody></table>


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